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Blog

Zeitzeuginnengespräch mit Sonja Mühlberger

Unsere Schülerinnen und Schüler hatten die besondere Gelegenheit, mit der Zeitzeugin Sonja Mühlberger ins Gespräch zu kommen. Sonja Mühlberger wurde 1939 in Shanghai geboren. Ihre Eltern waren deutsche Juden, die vor den Nationalsozialisten fliehen mussten. Ihre Kindheit verbrachte sie im Shanghaier Ghetto, das während des Zweiten Weltkriegs für viele jüdische Geflüchtete ein Zufluchtsort war.

Im Gespräch berichtete Sonja Mühlberger eindrücklich von Flucht, Ausgrenzung, Hoffnung und Neubeginn. Dabei wurde deutlich, dass Geschichte nicht nur aus Daten und Fakten besteht, sondern aus persönlichen Erfahrungen, Erinnerungen und Lebensgeschichten. Für die Schülerinnen und Schüler war es besonders bewegend, einer Person zuzuhören, die diese Zeit selbst erlebt hat und ihre Erinnerungen bis heute weitergibt.

Nach dem Krieg kehrte Sonja Mühlberger mit ihren Eltern nach Deutschland zurück. Später wurde sie Lehrerin und setzte sich als Zeitzeugin dafür ein, junge Menschen über die Verfolgung jüdischer Menschen und das Exil in Shanghai zu informieren. Für ihr Engagement wurde sie unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Das Zeitzeuginnengespräch war für unsere Schulgemeinschaft eine wertvolle Gelegenheit, historische Ereignisse aus einer persönlichen Perspektive zu betrachten. Es hat gezeigt, wie wichtig Erinnerungskultur ist – gerade für junge Menschen, die Verantwortung für Gegenwart und Zukunft übernehmen.

Unser Dank gilt dem Förderverein unserer Schule, der diese besondere Begegnung und den erkenntnisreichen Austausch für unsere Schülerinnen und Schüler ermöglicht hat.