„Wie entstehen Hurricanes, Tornados, Erdbeben, Vulkanausbrüche?“

„Welche Herausforderungen bringt die Globalisierung mit sich?“

„Was ist der „digital divide“?“

„Wie können wir unser Leben so nachhaltige leben, dass auch unsere Enkel noch auf dieser Erde leben können?“

Und vor allem: „Was hat das mit mir zu tun?“

Der Geografielehrer fasst es unter „Raumverhaltenskompetenz“ zusammen, was nichts anderes bedeutet, als die Fähigkeit zu haben, sich in einer zunehmend komplexeren und immer schneller wandelnden Umwelt zurechtfinden zu können.

„Systeme erschließen“ und „sich orientieren“ sind Kernkompetenzen des Geografieunterrichts: Ob es darum geht, Naturgefahren zu verstehen und um die Frage, wie man sich gegen Naturrisiken versichern kann, oder ob es die Herausforderung ist, sich im Rahmen globaler Produktionsbedingungen auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt zu orientieren.

Wir üben Kartenlesen, finden uns in Berlin zurecht, ermitteln Distanzen mit Hilfe von Maßstäben für einen Stadtrundgang oder für eine Urlaubsreise. Andere wichtige Kompetenzen sind das Lesen und Auswerten von Texten, Tabellen, Grafiken, Bildern, wie man sie in der Zeitung oder in wissenschaftlichen Büchern findet. Und ja, wir lernen Städte, Länder und topographische Zusammenhänge. Das ist eine Grundlage des geographischen Wissens, aber es ist bei weitem nicht alles, was wir lernen.

Das besondere am Herder ist der bilinguale Geografieunterricht, der ab der 8. Klasse für die grundständigen Klassen möglich ist. Seit dem Schuljahr 2018/19 gibt es auch einen bilingualen Grundkurs.

Geografie gehört zu den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. Die Geographen arbeiten interdisziplinär, d.h. wir arbeiten in Projekten mit den anderen Fächern zusammen. Die Geografielehrer sind die Experten am Herder für die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Wir erschließen uns die Welt „von nah zu fern“, das heißt, das wir in der fünften und sechsten Klasse Berlin und Brandenburg, Deutschland und Europa kennenlernen. Im Anschluss daran werden die Zusammenhänge größer und komplizierter. In einem sogenannten „Spiralcurriculum“ kehren die Themen in komplexeren Zusammenhängen und tiefergehenden Analysen wieder, z.B. in Klasse 11 das Thema „Stadtentwicklung“ in dem wir die Entstehung und aktuelle Prozesse der Stadtplanung in Berlin nachvollziehen.