Tonstudio

Ansprechpartner: Herr Ostarek

48 Tonspuren sinnvoll zu nutzen, das bedarf schon einiger Trainingsarbeit für Hirn, Hände und Ohren. „Ja,“ bestätigt der AG-Leiter meine episodische Negativerfahrung, „auch die tollste Einrichtung entfaltet sich erst mit der Meisterschaft seiner Bediener.“ Dafür ist das Lernen hier sehr intensiv. Der kleine Raum bietet keine Betätigungsmöglichkeit für große Gruppen. 2, 3 weitere Mitstreiter wären jedoch ohne Weiteres verkraftbar; die eigentliche Idealbesetzung. Ein Einstiegsalter aus dem oberen Bereich der Sekundarstufe I ist durchaus möglich. So kann man sich intensiv zum Könner, zum Meister entwickeln, auch wenn, so schränkt Herr Ostarek ein wenig ein, die „gute alte“ Anlage verständlicherweise nicht den letzten Schrei technischer Soundmöglichkeiten repräsentiert. „Sie klingt schon wie die Neunziger.“ Das muss ja nicht unbedingt abwertend verstanden werden. Das laufende Projekt der AG-Teilnehmer ist ein kleines Phantasiehörspiel „Der etwas andere Einbruch“. In den Rollen dürfen sich da durchaus auch Schulkameraden in die schalldichte Tonkabine zwängen und ihr Talent dokumentieren. An Ideen und technisch-pädagogischer Betreuung mangelt es hier also offensichtlich nicht!

Geschichte

Das Tonstudio wurde im Rahmen des Projektes „Jugend gegen rechte Gewalt“ in den Jahren 1992 und 93 eingerichtet, finanziert wurden die baulichen Maßnahmen und die Ausstattung durch Bundesmittel und Mittel des Bezirkes. Die Konfiguration hat ein ehemaliger Schüler des Absolventenjahrgangs 1997 (heute Entwicklungsingenieur bei VW) vorgenommen.

Zunächst wurde ein Musical mit Schülerinnen und Schülern produziert, im Anschluss daran, im „InfoSchulprojekt“, wurde die Widmung des Studios aufgegriffen und eine CD mit Vokalbearbeitungen der Band „Feeling B“ (heute Rammstein) aufgenommen und es wurde Unterrichtsmaterial zum Thema „Filmmusik“ (Oi warning, Clockwork orange, American History X, The Wall) zusammengestellt.