Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Schon seit vielen Jahren ist „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an unserer Schule vertreten und auch wenn es nicht so scheint, sind wir sehr aktiv. Ob Flüchtlingskrise, Sexismus, Geschlechter, Sexualitäten oder Rassismus, die Themengebiete mit denen wir uns beschäftigen sind vielfältig.Geleitet von Herrn Skutta, Frau Weber-Bernardo und der Sozialpädagogin Frau Bundrock ist unsere Arbeitsgemeinschaft noch recht klein. Wir würden uns also freuen, wenn ihr mal vorbeikommt und wenn ihr Lust und Interesse habt uns auch unterstützt. Wir treffen uns jeden Freitag von 12.15 Uhr bis 12.50 Uhr im Raum 213 unserer Filiale.

Unser Pate:

Seit dem 21.05.2005 dürfen wir die Berliner Musikgruppe MIA. offiziell als unseren Paten bezeichnen. Die Gruppe begeistert nicht nur mit Elektropop und Pop-Rock auf der Bühne, sondern auch mit ihrem sozialen Engagement. Mit ihren Songs unterstützt sie zum Beispiel Umweltorganisationen, den Kampf gegen Rechtsextremismus, Menschenrechtsorganisationen und Menschen mit Analphabetismus. Zu „SOR-SMC“ sagte sie:
Schule ohne Rassismus muss sein, weil die Würde eines jeden Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Sexualität, unantastbar ist und bleibt. Die Herausforderungen unserer Zeit sind global, deshalb kann man nicht früh genug damit beginnen, zu vermitteln und vorzuleben, dass wir Menschen es uns nicht leisten können, bei Rassismus, Faschismus oder Diskriminierung wegzusehen. Courage kann man lernen!“

Schuljahr 2016:

Aufgrund der aktuellen politischen Lage, konzentrierten wir uns in diesem Jahr verstärkt auf das Thema Geflüchtete. Im Zuge dessen organisierten wir:

  • – einen Sensibilisierungsworkshop zum Thema Rassismus mit Rafael Rickfelder von der SOR-    SMC Landeskoordination
  • – gemeinsame Aktivitäten mit Geflüchteten, vor allem mit Kindern,      also beispielsweise malen, basteln, spielen und singen
  • – Spendensammlungen für Geflüchtete an unserer  Schule und die    Verteilung dieser an  verschiedene Heime in Berlin-Lichtenberg
  • – Workshops für die 5. und 6. Klasse in Zusammenarbeit mit dem Ganztag zum Thema    Diskriminierung und den Teilgebieten: „Was ist Rassismus?“, „Rassismus im Alltag – nicht    nur Nazis sind Rassisten?“, „Was ist Sexismus?“ und „Was ist Feminismus?“
  „Es gab 2 Runden – so konnten die Kinder 2 Workshops wählen. Es hat sehr viel Spaß   gemacht mit den Schülern zu arbeiten. Sie waren freundlich und wissbegierig.   Beantwortete man ihnen eine Frage, wurde gleich die nächste gestellt“

  ~ Michelle R. (SOR-SMC)

Des Weiteren nahmen wir an einer Informationsveranstaltung des EPIZ (Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum) teil, bei dem wir viele interessante Fakten über die rechtlichen Grundlagen, beispielsweise über Frontex und die Verteilung von Geflüchteten in der EU erfuhren. Zudem hörten wir den Erfahrungsbericht eines geflüchteten Fotografen.

Auch bei den Aktiventreffen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ waren wir regelmäßig mit dabei, um uns mit anderen Schulen auszutauschen. So zum Beispiel 2016 zum Thema “Flucht, Asyl, Solidarität” im Kulturcentrum „die Weißen Rose“:

In 20 Workshops diskutierten 160 SchülerInnen und PädagogInnen aus 38 Berliner Schulen über Themen wie Integration von Willkommensklassen, Homophobie an Schulen und im Zuge der Wahlen 2016 auch über die verschiedenen Parteien.
„Ein Thema, welches den Aktiven in diesem Jahr besonders am Herzen lag, war die Einwanderung der vielen Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung nach Berlin gekommen sind. Turnhallen werden als Unterkünfte genutzt, der Sportunterricht fällt aus und neue MitschülerInnen kommen in die Klasse, die noch kein Deutsch sprechen. Die Aktiven stellten sich die Fragen: Wie geht unsere Schule damit um? Wie begegnen wir populistischen Argumenten auf dem Schulhof? Sollten wir selbst Sprachkurse anbieten und wer unterstützt uns bei unseren Aktionen?“~ SOR-SMC Landeskoordination Berlin

Bei der politischen Podiumsdiskussion an unserer Schule, welche von Herrn Wappke im Vorfeld der Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus organisiert wurde, diskutierten wir mit Vertretern der verschiedenen Parteien (CDU, SPD, die Linke, FDP, die Piraten, B90 die Grünen und AfD) unter anderem über die Flüchtlingskrise, den Wohnungsmarkt in Berlin und die Fragen der politisch interessierten Schüler unserer Schule.

Schuljahr 2017:

In diesem Jahr setzen wir unseren Schwerpunkt auf Gender und Sexualitäten, denn auch auf diesen Gebieten erfahren Menschen Diskriminierung.

Diese Themen, aber auch das Thema der ethnischen Herkunft, wollen wir während der Projektwoche vom 10.07. bis zum 14.07.2017 in unserem Workshop „Rainbow-School: Gleichberechtigung – Was ist das?“ behandeln. Wir wollen die Schüler informieren, sie recherchieren lassen und schlussendlich einen Kurzfilm über das Gelernte drehen.

Des Weiteren planen wir verschiedene Workshops für das nächste Schuljahr, zum einen für die 10. Klasse zu dem Thema Gender im Zuge des Ethikunterrichts und zum anderen für die 7. Klasse zu Sexualitäten als Ergänzung zum Biologieunterricht.

Am Tag der offenen Tür 2017 hatten wir einen Stand mit vielen Informationsmaterialien, Postern und Postkarten von und zu SOR-SMC und führten ein Gewinnspiel durch. Dabei verlosten wir Karten für ein Hertha-Spiel, die wir zuvor beim diesjährigen SOR-SMC Aktiventreffen gewonnen hatten. Insgesamt hat uns das Interesse der Eltern und Schüler an unserem Stand sehr gefreut.

Des Weiteren  haben wir, zusammen mit Freiwilligen aus den Klassen 5 bis 10, an der Aktion „One Billion Rising“
teilgenommen. Diese weltweite Kampagne kämpft für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für die Gleichstellung dieser in der Gesellschaft. Bis zu 190 Länder nehmen jährlich an dieser Aktion teil.

Den 21.03.2017, den internationalen Tag gegen Rassismus, nutzten wir, um zusammen mit anderen SOR-SMC-Schulen und dem Schwulen Anti-Gewalt-Projekt MANEO, Flyer zu verteilen. „Mit bunten Blumen für ein buntes Berlin“ hieß die Aktion und sollte mit bunten Flyern und Blumensamen Farbe in die Gärten und auf die Balkons der Menschen und Toleranz und Solidarität in ihre Herzen und Köpfe bringen. Unserer Meinung nach hat das auch gut funktioniert, denn wir haben fast nur positive Resonanz erhalten.