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Meet US am Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium

Geschrieben am 13. Juni 2021 (letzte Änderung: 13. Juni 2021)

Das Programm Meet US der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika ist ein fester Bestandteil des Fachcurriculums Englisch am Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium. Jedes Frühjahr haben alle Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Englisch des 11. Jahrgangs Gelegenheit, einen Vortrag zu aktuellen Fragen, welche die USA betreffen, zu besuchen und mit den Referenten der Botschaft in den Dialog zu treten. Koordiniert wird die Veranstaltung von der Anton-Saefkow-Bibliothek.

Dank der sinkenden Corona-Zahlen und des Engagements von Fr. Graf, Fr. Dorn (Anton-Saefkow-Bibliothek) und Fr. Osterburg (Pragrammleiterin der Botschaft) war es in diesem Jahr am 3. Juni 2021 möglich, die Veranstaltung auf unserer Außenbühne durchzuführen. Der Jahrgang wurde dafür in zwei Gruppen aufgeteilt. Alle waren sehr froh über diese nach langer Zeit erste kulturelle Veranstaltung, die nicht in den digitalen Raum verschoben werden musste. Sie bot einen kleinen Trost dafür, dass der USA-Austausch für diesen Jahrgang leider nur online stattfinden konnte.

Die Referenten der ersten Runde waren Richard R. Custin (Öffentlichkeitsarbeit) und Izaak H. Martin (Stellvertretender Kulturattaché), die der zweiten Runde David Mees (Kulturattaché) und Tiffany M. Robinson. Alle vier sind im diplomatischen Dienst der Botschaft angestellt. Auch eine Praktikantin war anwesend und hat über ihre Erfahrungen berichtet. Zunächst wurden die Arbeitsschwerpunkte der Botschaft und Möglichkeiten, in den USA zu Studieren oder Praktika zu absolvieren präsentiert. Danach stand das aktuelle Q2 Semesterschwerpunktthema „Ethnic and cultural diversity“ im Fokus. Die Schülerinnen und Schüler waren besonders interessiert an aktuellen Fragen zu Rassismus in den USA. In beiden Gruppen wurde darüber gesprochen, wer sich zu Rassismus äußern dürfe, sowie über Ausgrenzungserfahrungen, Polizeigewalt gegen Schwarze und die Black Lives Matter Bewegung. Dabei wurden auch Vergleiche zur Situation in Deutschland gezogen.

Da die Referenten der 1. Runde mehr im Medienbereich tätig sind, wurde hier besonderer Fokus auf die Repräsentation von Minderheiten in den Medien, auf soziale Medien als Echo Chamber populistischen Gedankenguts sowie den Umgang mit Misinformation gelegt. Auch wurde gemeinsam überlegt, wie ein konstruktiver Diskurs über aktuelle Konflikte geführt werden und zur Überwindung stereotyper Vorstellungen beitragen kann. In der zweiten Runde ging es mehr um historische Hintergründe aktueller Konflikte (z.B. Slavery, Tulsa Race Riots) und Erklärungsansätze für kulturelle Unterschiede. So wurde z.B. auch über das Zweiparteiensysten, Gun Laws, Pro-Life Movement, Affordable Care Act und allgemein über individuelle Freiheiten gesprochen. Dabei wurden die aktuellen politischen Bestrebungen von Bidens Regierung thematisiert.

Die zum Teil sehr abstrakten Probleme wurden durch die persönlichen Erfahrungen und Eindrücke der Referentinnen und Referenten auf anschauliche Weise illustriert. Das führte dazu, dass der Austausch von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als sehr gewinnbringend wahrgenommen wurde.

Die Schülerinnen und Schüler hatten zudem Gelegenheit, ihre umfangreichen Kenntnisse einzubringen, die sie in diesem in besonderer Weise herausfordernden Schuljahr in verschiedenen Fächern erworben haben. So waren unsere Gäste nicht nur von ihrer ausgeprägten Sprachkompetenz, sondern auch von der Qualität ihrer Fragen und Anmerkungen beeindruckt.

Wir danken der US Botschaft und der Anton-Saefkow-Bibliothek für die Organisation der Veranstaltung!

Fotos: Oliver Korn, Nadine Graf

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