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Balladenwettstreit der 7bs

Geschrieben am 8. November 2020 (letzte Änderung: 8. November 2020)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Balladenwettstreit der Klasse 7bs
Wir führten im Deutschunterricht vor den Herbstferien einen Balladenwettstreit durch. Die Aufgabe bestand darin, eine Ballade lebendig vorzutragen. Es kam der Tag, auf den alle gewartet hatten.
Fast jede Gruppe aus der Klasse wollte an diesem Tag die Ballade vorstellen. Es waren alle sehr nervös und haben intensiv gelernt und geprobt. Jeder war sehr aufgeregt. Nun ging es endlich los.
Die erste Gruppe startete mit der Ballade „Das Riesen-Spielzeug“. Die gesamte Klasse machte den akustischen Vorhang. Dies ist ein Klatschen auf den Beinen und anschließend in den Händen im Takt. Bei jeder Gruppe wiederholten wir das. Alle waren still und lauschten dem Vortrag.
In der ersten Ballade ging es um ein Riesen-Fräulein, das einen Bauern vom Feld stahl. Das gefiel ihrem Vater ganz und gar nicht und er sagte: „Bring den Bauern zurück!“. Die ganze Klasse war sehr gespannt, ob sie den Bauern zurückbringen würde. Anschließend stellte eine zweite Gruppe dieselbe Ballade vor. Auch während dieser Aufführung waren alle Zuhörer mucksmäuschenstill. Man merkte, wie die Nervosität der vorführenden Gruppe stieg. Doch die Gruppe meisterte die Ballade gut.
Nachdem wir dieser Gruppe auch Feedback gaben, ging es mit der dritten Gruppe weiter, die die Ballade „Der Totentanz“ anhand eines Papiertheaters vortrug. In dieser Ballade ging es um einen Türmer, der um Mitternacht die Glocke neben einem Friedhof läutete. Nachts standen dort die Toten, in Hemden gekleidet, aus den Gräbern auf. Die Hemden zogen sie für ihren Totentanz aus und ließen diese auf dem Friedhof liegen, da sie nur mit ihnen zurück ins Grab gehen konnten. Der Türmer fand das lächerlich und ging schnell auf den Friedhof, um sich eines der Hemden zu schnappen. Einer der Toten fand nach dem Totentanz sein Hemd nicht mehr. Er entdeckte es bei dem Türmer. Er versuchte, sein Hemd zurückzuholen und kletterte schnell am Turm hoch. Doch der Tote schaffte es nicht, fiel herunter und zerschellte. Es fühlte sich so an, als wäre die Klasse gespannt, was sie als nächstes erwarten würde. Doch es passierte nichts mehr. Die Ballade fand ich sehr interessant und aufregend.
Bei dieser Gruppe war es insgesamt mehr Arbeit, weil sie sich für ein Papiertheater entschieden hatten, dass bedeutet alle Requisiten waren aus Papier. Es wurde am Ende sehr laut geklatscht und die Gruppe bekam viel positives Feedback.
Die anschließende Ballade der „Erlkönig“ wurde von zwei Schülerinnen vorgetragen. Die
Spannung der Zuhörenden stieg spürbar, denn man wusste einfach nicht, was die Gruppe noch für Überraschungen in ihren Vortrag integrieren würde. Bei dem Erlkönig ging es um einen nächtlichen Ritt eines Vaters mit seinem Sohn. Der Vater versuchte seinen Sohn zu retten. Dieser hatte nämlich einen schweren Fiebertraum. Leider schaffte es der Vater nicht. Der Sohn starb während des Rittes in den Armen des Vaters. Nach dem Vortrag herrschte kurze Zeit noch Stille, denn es war sehr traurig. Man sah die Betroffenheit der Klasse.
Bereits die Hälfte der Klasse hatte vorgetragen.
Nun ging es mit der Ballade „Der Knabe im Moor“ weiter. Es ging um einen Jungen, der in einem Moor auf dem Weg nach Hause ganz alleine war. Die Dunkelheit, die ihm umgab, verstärkte seine Wahrnehmung der Bilder und Geräusche der Natur um ihn herum. Er fühlte sich von überall bedroht und brach in Panik aus. Doch auf einmal wurde das Moor unter ihm härter und er war in Sicherheit. Das Ende der Ballade sorgte in der Klasse für Erleichterung, weil der Junge es doch noch schaffte.
Die Ballade „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ wurde von zwei Gruppen auf sehr
unterschiedliche Weise vorgetragen. Bei der Ballade ging es um Herrn von Ribbeck auf Ribbeck, der einen Birnbaum im Garten stehen hatte. Im Herbst, als die Birnen reif waren und die Turmglocke läutete, packte sich Herr von Ribbeck auf Ribbeck die Taschen voll mit den herabfallenden Birnen. Immer dann, wenn ein Kind vorbeikam, gab er ihm eine Birne. Bevor er starb, bat er seinen Sohn, ihm eine Birne mit ins Grab zu legen. Nach drei Jahren wuchs dort schließlich ein Birnbaum. Fortan pflückten sich die Kinder dort im Herbst immer Birnen. Ich fand diese Ballade sehr entzückend, denn bei dieser Ballade gab es eigentlich nur Positives. Ich denke, dass die Klasse diese Ballade schön und gut fand, weil sie nichts Trauriges oder Böses enthielt.
Während der Ballade „Die Brück‘ am Tay“ war es totenstill. Alle waren sehr gespannt. Die Ballade erzählte von drei Hexen, die sich immer verabredeten. Sie hatten es sich zum Ziel gesetzt, eine Brücke mit einem Schnellzug einstürzen zu lassen. Ihr Ziel erreichten sie schließlich auch. Es wurde sehr gut dargestellt, auch wenn die Ballade wegen der komplexen Handlung anfangs nicht leicht zu verstehen war. Aber die Gruppe hat es so gut vorgetragen, dass man es nach einer Weile verstand. Die Klasse bewertete die Ballade als sehr empfehlenswert, weil sie insgesamt sehr spannend war.
Die letzte Gruppe trug die Ballade „Die Goldgräber“ vor. Wieder waren alle gespannt, was sie wohl erwarten würde. Es ging um drei Männer, die miteinander nach Gold suchten. In dieser Zeit erlebten sie zusammen viel Gutes und Schlechtes. Nach langer Zeit fanden sie endlich das Gold. Das wollten sie feiern und so ging einer von ihnen Wein und Essen holen. Doch die anderen beiden meinten, es sei viel besser, wenn sie nur zu zweit wären, da dann jeder von ihnen mehr Gold hätte. So beschlossen sie, den Dritten von der Klippe zu werfen. Doch seine letzten Worte während des Falls waren: „Ich wollte das Gold auch für mich alleine und mischte Gift in den Wein“.
Diese Ballade war sehr spannend und ein wenig schockierend. Zuerst hatten wir noch gelacht, in der lustig dargestellten Szene, in der der eine Mann von der Klippe gestoßen wurde. Später aber waren wir alle sprachlos, weil sich die Goldgräber aus Habgier alle gegenseitig getötet hatten und somit niemand von ihnen das Gold bekam. Besonders bemerkenswert war, dass sich die Schülerinnen sehr viel Mühe bei den schönen Kostümen gaben. Dies betonte auch die Klasse bei dem Feedback.
Ich fand, dass sich alle Gruppen sehr viel Mühe gaben. Jede Gruppe machte aus ihrer Ballade eine einzigartige Vorführung. Zusammen erschufen wir ein tolles Projekt, das Abwechslung in unseren Unterricht brachte und uns die Vielfalt von Balladen erfahren ließ.
von Ronja Doering

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