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1988 Wilde Jugend – Lesung mit Nadja Klier

Geschrieben am 15. Februar 2020 (letzte Änderung: 15. Februar 2020)

Am 13. Februar 2020 stellte uns die Autorin, Filmemacherin und Fotografin Nadja Klier ihren autobiografischen Roman „1988 Wilde Jugend“ vor. Zwei 10. Klassen hatten im Anschluss an die Lesung die Gelegenheit, mit der Autorin ins Gespräch zu kommen. Die Schüler*innen erfuhren aus erster Hand u. a. Details über perfide Stasi-Spitzelmethoden. Im Gegensatz dazu wurde aber auch der besonders enge, vertraute Zusammenhalt innerhalb der ehemaligen DDR besonders hervorgehoben. Nadja Klier stellte uns z. B. den „analogen Anrufbeantworter“ vor: An vielen Wohnungstüren befand sich eine Papierrolle, auf der man Verabredungsplanungen notieren konnte, wenn man jemanden nicht antraf. Diese Verabredungen waren absolut verbindlich. Damals konnte man eben noch keine schnelle WhatsApp-Nachricht schicken und mitteilen, dass man sich z. B. um eine halbe Stunde  verspäten wird.  Nadja Klier besuchte nach ihrer traumatisierenden Zwangsausbürgerung ein Gymnasium in Berlin-Steglitz, wo sie, auf dem Weg zu einer Englischklausur, auch vom Mauerfall erfuhr.

 

 

 

 

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