Blog

Lutherstadt Wittenberg – zwei Tage in der geschichtsträchtigen Stadt

Geschrieben am 24. Februar 2014

Wir, die Religionsgruppe der Klasse 8B, verbrachten den 24. und den 25. Januar 2014 in der Lutherstadt Wittenberg. Unsere Gruppe bestand aus Frau Sucker, der Praktikantin Frau Stolz sowie zehn Mädchen und zwei Jungen unserer Klasse.

Wir trafen uns am Morgen des vierundzwanzigsten auf dem schulnahen S-Bahnhof Storkower Straße, von wo aus wir unsere Fahrt zum Gesundbrunnen begannen und dort in den Regionalexpress umstiegen.

Wir kamen nach einer anderthalb Stunden langen Fahrt im kleinen Hauptbahnhof der Stadt an. Von dort aus gingen wir einen zwei Kilometer langen Fußmarsch durch den Schnee zur Jugendherberge im Stadtzentrum. Diese ist ein doppelt renoviertes Gefängnissgebäude, welche nun seinen Zweck als Jugendherberge vorzüglich erfüllt.

Jedoch verblieben wir nicht zu lange dort, da wir kurz darauf bei einer kleinen Rundführung in der Altstadt mitmachen wollten. Wir bekamen einen äusserst sympathischen Führer, welcher zu jeder Ecke eine Anekdote kannte. Trotz der klirrenden Kälte war die Rundführung äusserst interessant.

Nach der Tour bezogen wir unsere ziemlich luxuriösen (und dennoch behindertengerechten) Zimmer in der Herberge, wonach wir etwas Freizeit zur Mittagspause erhielten. Die meisten Schüler gingen zuerst etwas essen, es gab in der Hauptstraße viele Restaurants, Pizzerias und Cafés, die meisten gönnten sich entweder eine Pizza oder gingen zum Asiaten.

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung war der Besuch im Philipp-Melanchthon-Haus, einem kleinen Museum, welches sich dem Leben des „Lehrer Deutschlands“ widmete. Allein das Prinzip des Museums ist sehr interessant, am Anfang tauscht man einen Pfand gegen einen Schlüssel ein, mit welchem man kleine Schränke und Schubladen in dem vierstöckigen Haus öffnen konnte. Allerdings waren die Schlüssel letztendlich unnütz, da alle Türchen magnetisch waren und man sie mit dem richtigen Handgriff auch aufziehen konnte.

Danach begann unsere Freizeit, welche bis neunzehn Uhr dauerte. Viele Schüler gingen in das große Einkaufszentrum hinter dem Rathaus, da ein Mädchen aus unserer Gruppe am nächsten Tage Geburtstag haben sollte. Die meisten kauften ihr kleine Geschenke und manche haben vor der Fahrt Kuchen für sie gebacken.

Nachdem die Klasse wieder zur Herberge zurückkehrte, gab es Abendessen mit Tee. Nach dem Mahl spielte der Großteil der Klasse Tischtennis im Sport- und Freizeitraum, der Rest trank weiter Tee, bis die Kantine ihre Pforten dicht machte.

Nach einiger Zeit trafen wir uns zu einem Spieleabend. Es wurden zwei Spiele gespielt, wobei eins von denen das Lieblingsspiel unserer Gruppe.

Danach machten wir uns langsam in Richtung Bett auf, einige lasen noch im Bett, ich schrieb mein Tagebuch, woraus ich jetzt auch die Informationen beziehe.

Am nächsten Tag standen alle bis auf das Geburtstagskind früh auf, alle schmückten ein kleines Esszimmer festlich und bereiteten eine kleine Feier vor. Als die Kammer fertig geschmückt wurde, wurde das Geburtstagskind geweckt. Sie war sehr überrascht und freute sich sehr. Das Frühstück bestand größtenteils aus Müsli, Chips und Kuchen, die bereitgestellte Cola hielt auch nicht lange.

Nach den Feierlichkeiten kam die Durchsage, dass die Zimmer bis zehn Uhr geräumt werden müssten, einige wurden früher fertig als andere, aber letztendlich konnten wir unsere Zimmer rechtzeitig verlassen und Frau Sucker konnte die Schlüssel zum angesetzten Termin abgeben. Wir lagerten unser Gepäck im Sportraum zwischen, danach gingen wir zum Lutherhaus.

Die Fassade von Luthers trautem Heim ist erhalten, dahinter wird das Haus von dicken Betonmauern umschlossen, was einen guten Kontrast darstellt. Vor dem Haus haben wir ein schönes Gruppenfoto machen können.

Wir machten eine Führung durch das Museum voller Reliquien und authentischen Besitztümern Luthers mit. Eine Mitschülerin filmte sogar die Tour.

Nach diesem äusserst lehrreichem Besuch in Luthers Anwesen gingen wir wieder ins Melanchthon-Haus, wo wir eine Lutherrose aus Ton formten sowie mit Beerentinte und Gänsefedern altdeutsche Schriftzeichen schreiben konnten.

Wieder Mittagspause bis vierzehn Uhr, um zwanzig vor drei holten wir unser Gepäck ab und verließen die Jugendherberge endgültig.

Durchgefroren kamen wir am Bahnhof an, schade, dass wir die Stadt schon verlassen mussten.

Nach zwei Stunden anstrengender Fahrt kamen wir müde wieder diesmal im Hauptbahnhof in  Berlin an.

Es war ein sehr schöner Ausflug, vielleicht doch etwas zu kurz, aber neben dem geschichtlichen und schulischem Hintergrund hat sich die Fahrt allein schon gelohnt, da man Zeit ausserhalb der Schule mit seinen Freunden verbringen konnte. -Thomas Hoffmann 8B

Thomas Hoffmann 8B

0