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„Gerdas Schweigen“ – eine Filmvorführung mit anschließendem Autorengespräch

Geschrieben am 1. November 2012

Am 23.10.2012 sahen die Deutschkurse der 11. Klasse des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums in der Anton-Saefkow-Bibliothek den  Film „Gerdas Schweigen“ von Britta Wauer. Anschließend hatten die Schüler die Gelegenheit mit dem Autor Knut Elstermann ins Gespräch zu kommen, dessen gleichnamiges Buch als Vorlage für den Film diente.  Im Buch und im Film geht es um die Lebensgeschichte von Gerda, die in den 20-er Jahren in Berlin aufwuchs, von den Nazis nach Ausschwitz deportiert wurde und nach dem Krieg nach Amerika auswanderte. Erzählt wird von ihrer engen Freundschaft zur Familie von Herrn Elstermann und es geht auch um ihr Kind, dessen Existenz Gerda lange verschwiegen hat.

Meinungen von Schülern zu dem Film und dem Gespräch mit Herrn Elstermann:

„Der Film „Gerdas Schweigen“ ist ein ruhig erzählter Film über ein entsetzliches Thema: Die Verfolgung und Deportation von Juden zur Zeit des Nationalsozialismus. Er deckt Vergangenes auf und zeigt, wie sich Gerdas Erlebnisse bis in die Gegenwart auswirken. Gerda wird dabei auf eine sympathische und tiefsinnige Art gezeichnet. Im Gespräch mit Knut Elstermann, der anscheinend einen wolkenkratzerhohen Respekt vor seiner „Tante aus New York“ hat, wird jedoch auch der Wille dieser Frau und die Vielschichtigkeit ihrer Geschichte deutlich. Elstermann erzählt nicht nur über Gerda, sondern auch über die vielen Erkenntnisse und Einsichten, die er bei seinen Recherchen zum Buch gewonnen hat und die anregenden Kontakte, die dabei zustande kamen.“

Lara Wiebelt, 11. Klasse, J.-G.-Herder-Gymnasium Lichtenberg

„Mich persönlich hat der Film „Gerdas Schweigen“ sehr berührt. Ich finde, es ist etwas ganz anderes, ob man im Unterricht eine Dokumentation über den II. Weltkrieg und die Konzentrationslager gezeigt bekommt oder ob man das persönliche Schicksal eines Betroffenen kennenlernt.

Dass Knut Elstermann in die Bibliothek kam und unsere Fragen zu dem Film beantwortete, fand ich gut. Einerseits war es natürlich hilfreich, dass man nachfragen konnte, anderseits war es interessant seine Sichtweise auf die Geschehnisse  zu erfahren. Er war quasi stellvertretend für Gerda anwesend und hat versucht, uns diese starke Frau näher zu bringen. Ich fand, der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.“

Sarah Naumann, 11. Klasse, J.-G.-Herder-Gymnasium Lichtenberg

„Die Geschichte von Gerda ist natürlich überaus tragisch, aber durch die besondere künstlerische Gestaltung des Films wurde der Zuschauer nicht von Emotionen erdrückt. Darüber hinaus war das Gespräch mit Knut Elstermann sehr interessant. Man konnte so Hintergrundinformationen erhalten, die den Film intensiver wirken ließen.“

Antonina Rombinsky, 11. Klasse, J.-G.-Herder-Gymnasium Lichtenberg


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