Blog

Zu Besuch bei Freunden – Moskaufahrt 2012

Geschrieben am 12. September 2012

Auszüge aus dem Schülertagebuch

In weniger als einer Woche geht es endlich los…

Es sind nur noch sehr wenige Tage, bis wir nach Moskau fliegen. Die letzten Gastgeschenke werden eingekauft, man schreibt sich voller Vorfreude noch einige Male mit seinem Austauschschüler oder seiner Austauschschülerin eine E-Mail und kann kaum noch schlafen. Je näher der Tag des Abfluges rückt, umso aufgeregter wird man auch. Für die meisten ist der Schüleraustausch die erste Reise ins Ausland ohne Eltern. Jeder hofft, dass er sich gut mit seiner Gastfamilie versteht und sich auch halbwegs gut auf Russisch verständigen kann. In den letzten Wochen haben wir uns regelmäßig mittwochs mit Frau Kittmann und Frau Klötzel getroffen und die letzten Absprachen getroffen. Beim letzten Treffen haben wir gemeinsam Uno gespielt und das in russischer Sprache. Das war schon lustig.Das Programm bietet  auf jeden Fall Grund zur Vorfreude. Wir werden den Kreml einschließlich der Schatzkammer besichtigen, die Tretjakow-Galerie besuchen, in die Mischka-Schokoladenfabirk fahren, einen Tagesausflug nach Alexandrow unternehmen, die Filmstudios von Mosfilm besichtigen und und und…. Ich freue mich auch besonders auf den Besuch des Balletts „Giselle“.

Ich bin sicher, dass Aufregung und Vorfreude am Tag des Abfluges noch größer werden…

Lisa

Sonntag,16.09.,


Der Tag begann für die meisten von uns schon ziemlich früh. Voller Vorfreude trafen wir uns vor dem Terminal im Flughafen und obwohl wir nur 20 Kinder waren haben wir uns angehört wie eine Horde Elefanten?

Nachdem wir unsere mehr oder weniger schweren Koffer (10kg-21kg) den armen Flughafenarbeitern überlassen ?,uns von den Eltern schweren Herzens verabschiedet,die Kontrollen jeglicher Art und auch die Wartezeit vor dem Einlass hinter uns gelassen hatten,konnten wir um 10:45 in den Flieger nach Domodedowo steigen. Gegen 11:30 kam bereits das erste Hinderniss:der Start!!

Das war dann allerdings auch das einzige wirklich aufregende am Flug…ansonsten wurde geschlafen,Musik gehört oder nochmal vor dem großem Treffen das russisch aufgebessert?.

Das nächst Aufregende war dann erst wieder die Landung in Domodedowo gegen 16:30 Uhr russischer Zeit (+2 Stunden) ? gefolgt von lautem Geschreie natürlich!!

Angekommen am Flughafen waren eigentlich alle noch ganz gut gelaunt, doch dann kam der große Launenkiller: über eine stundelanges  Warten an der Passkontrolle im großen Menschengemenge? Damit war alles hinüber…

Erst gegen 18:00 Uhr (russischer Zeit) quetschten wir uns genervt und durstig endlich aus dem Flughafen zum Bahnhof…und das immer mit unseren Koffern im Gepäck.Nicht unbedingt leicht!

Es  folgte eine ca. 45-minütige Zugfahrt ins Zentrum von Moskau.Am Bahnhof angekommen wurden wir auch sofort von den Gasteltern und -Kindern aufgeregt in Empfang genommen….und es fiel auf:verdammt,die sprechen mega schnell!!!? Freundlicherweise reagierte meine Gastfamilie aber schnell auf mein scheinbar verwirrtes und überfordertes Gesicht und verlangsamte das Sprechtempo und übersetzte mir auch einige Wörter wenn es nötig war. Spätestens JETZT,als wir im Auto saßen um zur Wohnung zu fahren, fühlte ich mich wirklich wie eine Ausländerin. Es fiel mir verdammt schwer dem Gespräch zu folgen und mit Glück verstand ich einige Satzfetzen!! „Zu Hause“ angekommen tranken wir erstmal Tee. Nun war es schon 20.15 russischer Zeit. Wir redeten und redeten und redeten und obwohl es schwierig war haben wir es geschafft zu kommunizieren und uns zu verstehen ? Erst gegen Mitternacht fiel ich kaputt auf mein knarzendes Bett und hoffte ich könnte bald einschlafen…

Benita

Heute Morgen zum Fruehstueck gab es so etwas aehnliches wie Brei (Hafer und Milch eingekocht). Der Brei sah zwar eckelig aus war aber lecker. Je nachdem wie viel Zucker man ran macht wird er immer suesser. Wenn man so eine ganze Schale gegessen hat ist man Pappe satt. Zur Schule brauchte ich etwa 5-10 Minuten, OHNE Stau!!! Nachdem alle angekommen waren, haben wir von 2 11. klaesslern eine ausfuerliche Schulfuerung bekommen. Sie handelte  ueber die Geschichte, die verschiedenen Raeume und die Lehrer der Schule. Die 2 Schueler sprachen schon sehr gut Deutsch, eine zwar etwas stockend immerhin. Ich weiss nicht ob ich das schaffen wuerde. Als naechstes stand Geldwechseln auf dem Programm. Danach ging es in einen sehr stickigen Bus. Wenn man sich an die waerme gewoehnt hatte sollte man dem Erzaehler lauschen oder die faszinierenden Bauwerke bestaunen. Vorbei am „Бoлъшой“ Teater,, dem polytechnischen Museum und den griechischen Bischofsstauren, hielten wir an und stiegen aus. Von dort aus ging es durch den Gostiny Dvor (ehemalige Markthalle; heute: Messezentrum), durch das GUM und quer ueber den Roten Platz, an der Basilius Kathedrale vorbei und wieder zurueck in den Bus. Die Busfahrt ging weiter zur Christi- Erloeser- Kathedrahle, in den Park am Jungfernkloster, zu dem Bleiernen Enten, zum Fussballstadion, am Juri Gagarin Denkmahl vorbei und schliesslich zur Lomonossov Universitaet. Genau gegenueber befindet sich eine Skischanze und zahlreiche Staende von Souvenirhaendlern. Die Exkursion endete nachdem wir ueber den neuen Arbat gefahren waren und wieder sicher in der Naehe der Schule angekommen waren.

Michelle

Es war ein sehr schöner Tag:


Um 7:00 musste ich aufstehen. Als ich in die Küche gekommen bin stand dort ein sehr schöner Kuchen, da ich Geburtstag hatte. Zum Frühstück gab es sehr leckere Pfannenkuchen mit Vanillesoße. Um 8:00 mussten wir los zur Schule. Von den zu Hause meines Austauschpartners braucht man 2 min mit dem  Auto. Als die erste Stunde begann, gingen unsere Partnerschüler in den Unterricht und wir alle in die Cafeteria der Schule. Es gab für alle Tee und die wunderschöne Geburtstagstorte wurde  verteilt.Mein Bruder und ich bekamen auch ein sehr schönes Geburtstagsgeschenk von der Gruppe. Um 9:30 ging es los zu unserer Exkursion. Ich bin das erste Mal mit der Metro gefahren, zur TRETYAKOV GALLERIE. Die Galerie war sehr schön und groß und die Führung sehr interessant. Als die Führung vorbei war, sind wir in die Schule gefahren und dort haben uns unsere Austauschkinder abgeholt. Ich bin dann mit zu zehnt  (Freunde und Gastfamilie)  in ein Cafe gegangen und habe meinen Geburtstag gefeiert. Um 17:00 Uhr bin ich dann zusammen zum Fluss Москва gelaufen und wir haben  eine Bootsrundfahrt gemacht. Es war ein sehr interessanter,  aber auch anstrengender Tag.

Annalena

Mittwoch   19.09.2012


Heute war ein sehr schöner, interessanter und leckerer Tag.

Als ich heute früh mit meiner Austauschschülerin zur Schule gegangen bin, war es 8.00 Uhr. Wir gehen jeden Morgen einen großen und steilen Berg hinauf (so haben wir den Morgensport schon hinter unsJ). In der Schule angekommen, habe ich alle begrüßt. Dann ging es ab in den Unterricht. Wir hatten Russisch. Ich denke, für die meisten von uns war es langweilig, da die russischen Schüler ein Arbeitsblatt bekommen haben, es ausgefüllt haben und dann es verglichen haben. Ich habe beim Vergleichen kein Wort verstanden. Nach dem Unterricht haben einige Geld umgetauscht,…dann ging’s ab zur „метро“. Es war nicht so voll, wie ich es mir vorgestellt habe, aber trotzdem noch voller als in Berlin. Wir mussten einmal umsteigen und dann einen etwas längeren Weg bis zur Schokoladenfabrik „Babajewskaja“ und dem Museum der Geschichte der Schokolade und des Kakao (Музей истории шоколада и какао – МИШКА) laufen. In der Schokoladenfabrik angekommen, hatten wir noch ein bisschen Zeit, die einige von uns nutzten, um ihr Lunchpaket zu verzehren :D. Dann wurden wir in eine Garderobe geführt, wo wir blaue Plastiktüten über unsere Schuhe ziehen mussten. Außerdem mussten wir unsere Taschen und Jacken ablegen. Manche haben einen Fotoapparat mitgenommen, aber ich war die einzige mit Stift und Notizblock in der Hand L. Dann begann die Führung. Die Führerin konnte nur Russisch, deswegen wurde für uns übersetzt. Als erstes haben wir erfahren, dass wir in der Schokoladenfabrik „МИШКА“ sind. Das Symbol der Fabrik ist ein derzeit 80kg schwerer Schokoladenbär. Jedes Jahr bekommt der Bär eine neue Glasur aus 100g Schokolade. Nachdem wir etwas von der Geschichte der Fabrik erfahren haben, haben wir etwas über die Herkunft und die Verarbeitung von Kakao gelernt. In der Schokoladenfabrik gibt es zwei Bilder ganz aus Schokolade(die hätte ich am liebsten aufgegessen und ich glaub, ich war nicht die einzige, die so gedacht hat). Nachdem wir einen 3D Film über die Mayas, die die Kakaobohnen entdeckt haben, und einen lustigen Zeichentrickfilm über Kolumbus, der den Kakao nach Europa brachte,  gesehen haben, ging es in die Abteilung, wo die Schokolade hergestellt wird. Wir zogen weiße Kittel an und setzten weiße Mütze auf (wirklich alle!). Wir sahen soooo komisch  aus!  Siehe Foto. Dann ging es ans Probieren der Schokolade. Als erstes Nussschokolade (sehr lecker), dann Konfekt (trifft nicht meinen Geschmack), Schokolade mit Früchten (habe ich nicht probiert), Schokolade mit einer Art Zuckermilch (zu süß) und Schokolade mit 75% Kakao (für mich zu herb). Einige kauften noch viel Konfekt im Werksverkauf. Das dauerte ziemlich lange. So mussten unsere Austauschschüler ein wenig auf uns warten, da wir zu spät zur Schule zurück kamen.

Cindy

Donnerstag, 20.09.12


Heute waren wir auf dem Moskauer Fernsehturm, der nach dem Brand im Jahre 2000 wieder zu besuchen war.

Der „Останкинская телебашня“ oder auf Deutsch „Ostankino Fernsehturm“ ist beachtliche 540m hoch.

Er war nach seiner Erbauung 1976 das höchste Gebäude der Welt und ist heute auf Platz 7 der höchsten Bauten der Welt.

Man kann bis auf 348m mit dem 25 km/h (7m/sec) schnellen Aufzug fahren. Dafür benötigt man nur knapp 60s.

In 337m Höhe kann man durch mehre Glasscheiben auf das über 300 m tiefe Gelände von oben schauen. Das war echt cool!

Der Turm steht auf einem nur 4,5m tiefen Fundament, welches 55.000t schwer ist und das obwohl der ganze Turm gerade mal 32.000t wiegt.

Die Betonkonstruktion wird von 10 Ständer gehalten, die auch die Schwingungen durch Wind abfangen sollen. Die Spitze schwankt bis zu 6 m. Der Turm hat unten einen Durchmesser von 9.5m.

Es war sehr beeindruckend, da der Moskauer Fernsehturm ja ca. 150 m höher als der Berliner Fernsehturm ist.

Robert

Freitag, 21.09.12


Für einen Teil ging es heute nicht wie sonst in der ersten Stunde in den Unterricht, sondern wir gingen daran die Fragen der neugirigen 4.Klasse zu beantworten. Die Fragen reichten von: “ Hast du Hobbys? „, nach: “ Wie heißen deine Oma und Opa?“. Danach waren wir als aller erste Austauschgruppe in Lefortovo. Es war also für alle eine Priemiere. Lefortovo ist ein Stadtviertel von Moskau, aber gleichzeitig auch ein Museum. Wir waren in beiden Teilen. Es ist benannt nach Franz Lefort. Er half die russische Armee Anfang des 18. Jahrhunderts aufzubauen. Peter I lernte bei ihm. Der europäische Lebensstil gefiel ihm so, dass er in Russland auch solche Lebensweise einführen wollte. So entstand auch

die Bartsteuer. Peter I entschied, dass die Männer keinen Bart mehr tragen durften. Wer seinen Bart nicht abrasierte, der musste Steuern zahlen. Das alles und noch viel mehr erzählte uns die russische Führerin. Zum Glück übersetzte eine Lehrerin! Beim Besuch in Lefortovo erfuhren wir auch, dass Peter I schon mit 10 Jahren Zar geworden ist.

Nach der Exkursion trafen wir uns wie immer nach der Schule zum Volleyball spielen, allerdings gingen wir danach nicht wie sonst zu McDonalds, sondern gleich nach Hause. Um 19 Uhr fing das Balettstück „Gisele“ an. Wir fuhren zuerst zum Roten Platz und dann in das Theater. Ehrlich gesagt war es ein wenig langweilig.

Bei „Gisele“ handelte es sich um einen Mann und eine Frau, die sich verliebten. Doch ein anderer war eifersüchtig und tötete die Frau. Der Mann blieb allein zurück.

Spät kamen wir nach Hause.

Jetzt geht es ins Wochenende.

Ian

Sonnabend, 22.09.12


Am Samstagfrüh musste ich so gegen 8.15 aufstehen…ganz schön früh! Dann habe ich schnell ein bisschen Omlett und Cornflakes gegessen. Sweta und ich mussten uns beeilen, da ihr Vater uns bald abholen wollte. Sweta sagte mir, dass wir etwas mit Pferden machen. Ich dachte, vielleicht zum Pferderennen gehen oder so. Im Auto unterhielten wir uns viel, denn wir fuhren ziemlich lange. Als wir da waren, standen wir plötzlich auf einem Reiterhof! Ich hab mich so gefreut! Wer hätte gedacht, dass ich

einfach mal so in Russland reiten gehe! Auf dem Reiterhof gab es natürlich Pferde, aber auch Hunde und mega süsse, kleine, weiche Katzen! Ich durfte auf einem richtig hübschen Pferd reiten, es hiess Бэлла. Sweta, ich und eine andere Frau sind zusammen ausgeritten, zwar nur im Schritt aber dafür durch einen sehr schönen, herbstlichen Wald. Es hat viel Spass gemacht!  Danach unternahmen wir noch einen Abstecher zu einem Freund von Arthur (Swetas Vater). Wir haben Kaffee und Kuchen gegessen.Es war sehr schön, der Freund hatte ein grosses Haus mit einem bunten Garten. Es war warm und ich schoss im Garten ein paar Fotos. Bald fuhren wir zu Arthurs Wohnung, wir ruhten uns ein bisschen aus um dann, über Макдоналдс, zu dem Ort zu fahren, wo Arthur und seine Mannschaft, ein Fussballspiel hatten. Ich und Sweta spielten zwischendurch auch ein bisschen Ball. Abends sahen wir noch einen Film auf Russisch. Am Sonntag sind wir

gegen Mittag wieder in die Wohnung von Swetas Vater gefahren. Wir haben mit seiner Frau Irina Kuchen und Waffeln gebacken. Sweta, Tanja (Tochter von Irina) und ich haben „Der Herr der Ringe 1&2“ auf Russisch, mit englischen Untertiteln gesehen. Der Film ist sehr spannend. Zwischendurch haben wir noch sehr leckere Borschsch, Nudeln und den selbstgebackenen Kuchen gegessen. Bevor wir wieder nach Hause zu Swetas Mutter gefahren sind, sahen wir uns noch witzige Videos an. Das Wochenende war das allerschönste Wochenende in Russland XD

Karlotta

Mein Wochenende in Moskau

Samstag, 22.09.2012

Mein Wochenende in Moskau hat schon ganz wunderbar begonnen. Wirklich, so etwas Tolles habe ich bis jetzt in Moskau noch nie (!!!) erlebt – AUSSCHLAFEN! Bis 10:30 Uhr durfte ich meine Träume träumen und hoffen, dass meine Augenringe verschwunden sind (Für die, die es interessiert: sind sie leider nicht…). Dann kam das Übliche: duschen, frühstücken, anziehen, und, und, und… Gegen 12 Uhr waren Sabina (meine Austauschschülerin) und ich bereit, loszugehen. Wir wollten zu ihrer besten Freundin Sascha fahren und dort Snowboard fahren. Ich war anfangs nicht so begeistert davon, weil ich noch nie ein Snowboard angefasst, geschweige denn mit einem gefahren bin. Aber Sabina meinte, dass man in dieser Halle auch Ski fahren kann. Puuuuuuuuh… Glück gehabt…

Wir sind etwa 40 Minuten  mit der Metro gefahren (Kam mir aber vor wie 5 Minuten…). Aber dann… Die Fahrt mit einer Marschrutka… Am Anfang war ja alles noch super, aber dann hat der Mann neben mir angefangen, mit seinem Handy zu spielen. Eigentlich ist das ja nichts Schlimmes, aber egal welche Taste er gedrückt hat, IMMER kam irgendein nerviges Geräusch aus dem Handy. Und so hat es alle zwei Sekunden „Dededim, Dededim“ neben mir gemacht. Alle Leute in der Marschrutka waren total genervt davon, aber der Mann kam nicht mal auf die Idee, sein Handy auf „lautlos“ zu stellen oder es wenigstens leiser zu machen… Ehrlich, das war totaaaaaaal nervig! Und als ob das nicht schon schlimm genug gewesen wäre, musste noch eine Frau einsteigen, die ganz laut Hardrock Musik  gehört hat! Und mir gegenüber saß eine Oma, die Schnupfen hatte. Also hab ich die ganze Zeit eine Mischung aus Hatschi, Dededim, und Heavy Metal gehört… Und dann folgte irgendwann, aus welchem Grund auch immer, eine Vollbremsung des Fahrers, die uns alle einmal quer durch das ganze Auto geschleudert hat!!! Ich war wirklich froh, als wir nach 20 endlosen Minuten endlich ausgestiegen sind…

Sabina und ich sind dann zu Sascha nach Hause gelaufen. Die Beiden haben sich, laut Sabina, schon soooooo lange nicht mehr gesehen (Ich hab irgendwann herausbekommen, dass sie sich das letzte Mal Anfang September getroffen haben…) und dann folgte erst einmal ein langes Gespräch zwischen Sabina und Sascha, bei dem ich nix verstanden habe… Warum müssen die auch so schnell sprechen???  Na ja…

Wir sind dann zu dritt irgendwann losgegangen, um Snowboard bzw. Ski zu fahren. Als wir angekommen sind, folgte das Übliche: Schuhe heraussuchen, umziehen, Ski anprobieren usw.… Dann ging es ab in den Schnee!!!  Es war ziemlich kalt in dieser Halle, aber ich war zum Glück so gut eingepackt, als ob ich nach Alaska fahren würde. Und dann ging es los… Sabina und Sascha sind Snowboard gefahren, ich Ski. Sascha konnte das richtig gut, aber Sabina stand erst zum zweiten Mal auf einem Snowboard. Es war schon irgendwie lustig, wie sie immer aufgestanden ist, 50 cm gefahren ist, und dann wieder auf dem Boden lag. Sascha und ich haben ihr aber geholfen. Irgendwann konnte Sabina dann ohne unsere Hilfe fahren. Also haben Sascha und ich sie allein gelassen (Ich weiß, nicht gerade nett von uns…) und sind mit dem Lift bis ganz nach oben gefahren. Als ich dann von dort oben hinuntergeguckt  habe, dachte ich nur: „Okay Yasmina, jetzt ist Zeit für Panik!“. Denn erstens war es da verdammt hoch, zweitens war es da verdammt steil, und drittens war es da verdammt hoch und steil! Aber das hätte ich mir auch denken können – wir sind fast 5 Minuten mit dem Lift gefahren! Aber ich hab mir einfach gedacht: „Augen zu, und durch!“, und Huuuuuuuuuiiiiiiiiiiii war ich unten.

Ich hatte die Augen natürlich nicht zu!

Während der fünf Stunden, die wir dort verbracht haben, wurden wir ständig von einem Fotograf fotografiert. Wir fanden das lustig und haben und nichts dabei gedacht, aber später haben wir erfahren, dass diese Fotos vielleicht auf deren Homepage erscheinen. Na suuuuuuuper… Die werde ich hier jetzt aber NICHT angeben! Heheheheee… Als wir gegen 18:30 Uhr wieder nach Hause gefahren sind, waren meine Hände total abgefroren (Doch, ich hatte Handschuhe an!!!).

Bei Sascha zu Hause haben wir noch Abendbrot gegessen und dann hat uns Rufina (Sabinas Schwester) abgeholt und wir sind nach Hause gefahren. Dort sind Sabina und ich todmüde ins Bett gefallen, eingeschlafen und haben von diesem tollen Tag geträumt!

Sonntag, 23.09.2012

Heute war leider nix mit ausschlafen… Um 8:30 Uhr wurden Sabina und ich aus unseren Träumen gerissen und mussten uns gezwungenermaßen aus unseren kuschelweichen Betten begeben…

Heute wollten wir ins Lenin-Mausoleum gehen. Ich hab schon gehört, dass es nur selten geöffnet sein soll, aber ich dachte, ich habe Glück und es ist geöffnet. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt… Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen merkwürdig, aber es ist doch schon irgendwie interessant, sich so einen Leichnam anzusehen, oder?   Also, auf jeden Fall sind wir dann gegen 9:30 Uhr losgefahren. Eine halbe Stunde sind wir voller Vorfreude mit der Metro gefahren, nur um zu erfahren, dass das Mausoleum erst wieder im nächsten Jahr aufmacht… Na toll…  Also entweder stimmt das wirklich, oder der Mann, den wir gefragt haben (Er sah aus wie ein Angestellter) hat uns angelogen… Manno, dabei hab ich mich doch sooooo gefreut! Aber man kann es ja leider nicht ändern… Also standen Sabina, ihr Vater und ich auf dem Roten Platz und wussten nicht wirklich, was wir machen sollten. Wir sind dann noch über den Roten Platz spaziert und ich habe ganz viele Fotos gemacht! Als wir damit fertig waren, hat es zu allem Überfluss auch noch angefangen zu regnen. Wir sind dann schnell zur Metrostation gelaufen und nach Hause gefahren. Dort haben wir uns hingelegt und erst mal geschlafen. Haaaaaaaaaaaaach, war das schön! Aber meine Augenringe sind immer noch nicht weg. Na ja, es sind ja bald Ferien – da kann ich ja dann ausschlafen! Heute war also ein ziemlich ruhiger Tag. Aber bei dem Wetter auch kein Wunder… Was soll man auch machen, wenn es regnet, kalt und auch noch windig ist? Sabina und ich haben uns ausgeruht und nichts Besonderes mehr gemacht. Ich hab mir alle Fotos angeguckt (Die sind wirklich schön geworden!), die ich bis jetzt so gemacht habe. Und jetzt sitze ich gerade auf dem Sofa am Computer und schreibe meinen Bericht über das tolle Wochenende, das ich in Moskau verbringen durfte!

Yasmina

Montag, der 24. 09. – Kremlbesichtigung


Nachdem wir uns in der Schule alle begrüßt und von unserem spannenden Wochenende erzählt hatten, fuhren wir mit der Metro zum Kreml.

Dort besichtigten wir zuerst die Schatz- und Rüstkammer. Unsere Führerin Kira zeigte uns allerhand interressante Exponate, wie zum Beispiel einen Doppelthron. Dieser wurde im 17. Jahrhundert gebraucht, als (und das war in Russland einmalig), gleichzeitig zwei Zaren gekrönt wurden, nämlich Iwan V. und Peter I. Da beide aber noch sehr jung waren, hatte der Thron eine Besonderheit: es gab ein kleines Fenster, durch das der Zarenberater unbemerkt die richtigen Antworten „vorsagen“ konnte, und die Gäste freuten sich deswegen immer über die jungen Zaren, da diese schon so „klug“ waren.

Außer dem Thron sahen wir noch viele andere Gegenstände aus Kaisers- und Zarenzeit, zum Beispiel Kutschen und Kleider.

Danach schauten wir uns das restliche Kremlgelände sowie die drei Kathedralen an: die Maria-Himmelsfahrts-Kathedrale, die Hauptkathedrale der Zaren, die Erzengel-Michael-Kathedrale, welche Ruhestätte für einige Zaren und Fürsten ist und die Maria-Verkündigungskathedrale. Letztere war wegen ihrer Architektur sehr interessant. Die Baúmeister mussten einen kleinen Trick anwenden, damit man die Kathedrale wie gewöhnlich von der westlichen Seite betreten und als erstes den Altar sehen konnte. Da dies aber nicht möglich war, wurde eine kleiner Gang gebaut, damit man die Kirche umrunden und in diese „normal“ eintreten kann.

In allen Kathedralen konnten wir auch wunderschöne Wandmalerei (Ikonen und andere Darstellungen) und außergewöhnliche Fußböden, zum Beispiel aus Jaspis, bewundern.

Dann schauten wir uns die anderen bekannten Wahrzeichen Moskaus innerhalb des Kremls an: den Glockenturm Iwan der Große, die Zarenkanone und natürlich Zarenglocke, welche nie geläutet hatte und bei der während eines Brandes das bekannte Stück (11,5 Tonnen) absprang.

Nachdem wir usere Exkursion beendet hatten, fuhren wir mit der Metro zurück in die Schule, wo wir schon von unseren Austauschschülern erwartet wurden.

Insgesamt war es ein schöner, aber anstregender Tag, an dem wir wieder ein kleines Stückchen von Moskau kennengelernt haben.

Marike

Dienstag, 25.09.2012 


Heute waren wir bei Mosfilm..

Es ist  eines der größten Filmstudios der Welt. das Gelände von Mosfilms ist 34 Hektar groß und besitzt 15 Aufnahmehallen. Man kann dort einen Film drehen ohne das Gelände verlassen zu müssen, da sich alles, was man zum Drehen eines Films braucht, dort befindet. 80% der russischen Filme wurden und werden dort produziert. Zuerst sahen wir uns das Museum der Mosfilmstudios an. In der ersten Halle stehen alte Autos und Fahrräder. Die Verkehrsmittel dort sind zum Teil sehr sehr alt. Das älteste Fahrrad kommt zum Beispiel aus dem Jahr 1870. Es wird wegen seiner Form Spinne genannt. Alle Fahrzeuge sind fahrbereit und werden stets für verschiedene Filmaufnahmen verwendet. Wir sahen dort auch alte Limusinen der Regierung, mit denen mal Staatschefs, Minister oder hohe Offiziere und Generäle gefahren sind. So wie man das Aussehen der Schauspieler in den verschiedenen Filmen verändert,  wird auch das Aussehen der Autos verändert. Etliche Autos in der Ausstellung sind schon oft umlackiert worden. In einem anderen Raum befinden sich alte Uniformen, die für einen der  neustens Filme „Weißer Tiger“ verwendet wurden. Der Film handelt von den  letzten Tagen des zweiten Weltkrieges und der Unterszeichnung der Kapiltulationsurkunde in Berlin-Karlshorst. In  Filmen über den Krieg  kommen natürlich auch Kampfflugzeuge vor und da man das Leben der Schauspieler nicht riskieren wollte, hat man früher Flugzeugmodelle gebaut und sie in Aufnahmen verwendet, die gefährliche Situationen darstellten. In einen anderen Raum befindet sich eine sogenannte Tatschanka. Sie wurde im Bürgerkrieg benutzt. Sie sieht aus wie eine Pferdekutsche, aber auf dem hinteren Sitz ist ein Maschingewehr befestigt. Auf unserem Rundgang sahen wir noch alte Motorräder, alte Druckmaschinen und alte Kutschen. Dann gab es noch einen Raum, wo viele Dekorationen standen. Viele wurden selbst gebaut und extra leicht angefertigt damit man sie leicht transportieren kann. Im Außengelände sahen wir Strassenzüge mit vielen Häusern,  die aussehen, als wären sie aus Stein. Sie sind aber aus leichten Holzplatten, Plastik und Gips gebaut. Im Inneren der Häuser befindet sich aber nichts.

Ein Teil dieser Straßen stellte das Berlin von 1945 dar. Diese Kulisse wurde auch für den „Weißen Tiger“ gebraucht.

Wenn Innenaufnahmen gedreht werden, dann geht man dazu in eine Aufnahmehalle. Wir waren in der größten Filmhalle der Mosfilmstudios. Sie ist ca. 2000 Quadratmeter groß und fast 20 Meter hoch. Dort gibt es keine Fenster und die Türen sind während der Dreharbeiten fest verschlossen, denn Licht und Lärm von außen dürfen die Arbeiten nicht stören.

Das Wichtigste bei einem Schauspieler ist ja das Gesicht. Da man es immer verändern muss, braucht man Maskenbildner. Um eine Maske zu machen muss man zuerst einen Gipsabdruck  vom Gesicht machen. So muss der Schauspieler nicht stundenlang sitzen, bis sein Gesicht das gewünschte Aussehen hat. Auf die Gipsmaske wird dann eine dünne Latexschicht aufgetragen und aus ihr wird das Gesicht der Filmfigur modelliert. Diese Latexmaske wird dem Schauspieler mit einem Spezialkleber auf das Gesicht geklebt. Die Maske ist so flexibel wie eine zweite Haut.

Wir sahen auch wie Perücken hergestellt werden, abgetrennte Körperteile für irgendwelche Horrorfilme oder Tattoos. Wir durften auch einen Kopf anfassen. Für einige war das ein ekliges Gefühl.

Nachdem man uns in alle „Geheimnisse“ der Filmproduktion eingeweiht hat, verließen wir die Studios.

Felix

Mittwoch, 26.09.12

Mein Tag heute begann nicht unter den optimalsten Umständen: Ich musste 5:30 Uhr aufstehen und um 6:30 losgehen. HALLO?! Da haben Andere noch friedlich ihre Träume geträumt…

Wir trafen uns in der Schule und fuhren mit dem Bus nach Alexandrow. Dort angekommen, besuchten wir zuerst den Kreml (ja, auch dort gibt es einen!!!). Er ist weiß und um einiges kleiner und als der in Moskau. Dieser Kreml war im 16. Jahrhundert 15 Jahre lang die Residenz von Iwan dem Schrecklichen. Wir gingen dort zuerst in Iwans Thronsaal und in Räume, in denen er Gäste empfing und große Festessen veranstaltet wurden. So wurden wir etwas näher an das Leben von früher heran geführt. Am besten gefiel mir das Bauernhaus: Einige Schüler mussten sich verkleiden und eine „Brautwerbung“ spielen. (Sie haben sich ziemlich geziert…)

Vom Kreml aus ging es dann zu einem Kaufmannshaus aus dem 19. Jahrhundert. Uns wurde das Haus von innen und die Lebensweise einer Familie von früher auf eine andere Art als üblich gezeigt:

Wir wurden von der „Frau des Hauses“ empfangen und ins Wartezimmer gebeten. Wir mussten (Gott sei Dank) nicht lange warten und bekamen eine Audienz beim „Hausherrn“. So ging es immer weiter, bis wir zu einer „Magd“ kamen, die uns ihre Stube zeigte und uns aus ihrem Leben im 19. Jahrhundert berichtete. Zuletzt lud uns der „Hausherr“ zu Tee und Kuchen ein. (Wir waren wohl gern gesehene Gäste…)

Um 16:00 Uhr fuhren wir zum Mittagessen in ein Restaurant und bekamen ein 4-Gänge-Menü serviert. (Es war ziemlich lustig, da wir immer zu unseren Austauschpartnern schielen mussten, um zu sehen, ob wir z.B. Gabel oder Löffel benutzen sollten…)

Nachdem alle satt und zufrieden waren (wer ist das nach einem 4-Gänge-Menü nicht?) ging es zurück nach Moskau. Und, wie sollte es auch anders sein, standen wir im Stau. Da standen wir also 2 Stunden, mit vollen Bäuchen, vollen Blasen und wachsender Ungeduld, in der uns die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben war. Wir überbrückten die Zeit also mit schlafen, lesen (was in der Dunkelheit immer schwerer wurde), UNO spielen und uns bewusst werden, dass dies der letzte Ausflug war, den wir in Moskau gemacht hatten.   *schniiief*

Wiebke

Donnerstag , 27.09.2012 – Rückblick und Abreise

Tja, da waren die zwei Wochen in Moskau auch schon wieder vorbei. Sie boten uns interessante Erkenntnisse und viel neues Wissen zur russischen Geschichte.

Wir hatten während der Tagesausflüge Spaß zusammen und erzählten uns immer sehr viel darüber, wie verblüfft wir über dieses große und so andere Land waren. Wir unternahmen in unserer Freizeit viel mit unseren Austauschschülern und erkundeten die Stadt von A-Z. Es gab auch manchmal kleinere Probleme in der Gastfamilie oder teilweise auch lustige Verständigungsschwierigkeiten.

Unsere Tagesausflüge füllten wir mit Besichtigungen toller Moskauer Sehenswürdigkeiten und Attraktionen.

Doch irgendwann musste diese Zeit auch aufhören und das traf am 27 .September (leider) ein. Der  Tag der Abfahrt war für einige sehr schwer, aber für einige auch eine kleine Erleichterung, da nicht jeder von Moskau so angetan war.

Wir fuhren also am Morgen des Donnerstages mit unser Gastfamilie zur Schule, um dort mit einem Reisebus  zum Flughafen Domodedowo zu fahren. Der Abschied fiel den meisten Schülern schwer, doch nach hunderten Umarmungen und netten Verabschiedungen stiegen wir in unseren Bus ein und fuhren schließlich los. Die Fahrt dauerte eine knappe  Stunde (gefühlte 5min.).

Am Flughafen angekommen mussten wir nach der ersten Gepäckkontrolle eine ganze Weile warten bis zum Beginn der Abfertigung. Das war ziemlich stressig, weil einige ziemlich nervös oder aufgeregt waren. Als wir dann schließlich unser Gepäck abgegeben hatten  und durch die Passkontrolle durch waren, standen uns noch um die zweieinhalb Stunden Wartezeit bevor. Wir gaben unser letztes russisches Geld im Duty Free Shop für Knabberzeug und andere Sachen  aus und erkundeten den großen Flughafen. Als  die Zeit heran war, dass wir ins Flugzeug einsteigen sollten, kam große Freude auf. Doch zu früh gefreut! Die Maschine war zu spät gekommen und sie haben uns fast zwanzig Minuten länger warten lassen.

Schließlich doch in der Maschine angekommen, verlief alles eigentlich  relativ ruhig. Fast  alle fanden ihre Plätze, nur einige tauschten noch ein bisschen hin und her – und dann ging es auch schon los. Nach einem ruhigen Start machten wir es uns auf unseren Plätzen bequem und ließen die Flugzeit von ungefähr 2:35 Stunden auf uns zukommen. Nach einem kleinen  Flugzeugsnack und vielem Rumgespiele mit Karten oder elektronischen  Geräten war die Landung nicht mehr weit. Als wir uns schließlich alle wieder anschnallen sollten, kam die  Vorfreude auf die Familie sehr hoch. Nach der sanften Landung und dem Verlassen des Flugzeugs, gab es noch eine kurze Wartezeit  an der Passkontrolle und am Gepäckband. Dann kam der Moment, an dem man die Familie nach fast zwei Wochen wieder in die Arme schließen konnte.

Ich denke, dass die Moskaufahrt insgesamt für jeden ein schönes Erlebnis war, für den einen mehr und für den anderen weniger. Nun wird bis zum nächsten Frühjahr auf die Austauschschüler gewartet.

0