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Englandfahrt Oxford 2011 Klasse 10b

Geschrieben am 18. August 2011

Wir die Klasse 10b, waren für eine Woche, vom 26.06.2011 bis 24.06.2011 (25.06.2011), in Oxford, England.

Unsere Reise begann am Flughafen Schönefeld, an dem wir uns mit all unserem Gepäck trafen. Dortwartete gleich eine süße Überraschung auf uns: Xenia hatte Geburtstag und teilte pinke Hello Kitty Muffins aus. Nach einem anderthalbstündigen Flug landeten wir an dem kleinen Flughafen in Luton.

Dort suchten wir voller Vorfreude unseren Bus, der jedoch zwei Stunden auf sich warten ließ. Das englische Wetter zeigte sich gleich von seiner besten Seite: Im strömenden Regen warteten wir darauf, endlich in unsere Jugendherberge in Oxford gebracht zu werden.

Gegen 21.00 Uhr kamen wir erschöpft aber glücklich in Oxford an. Schnell bezogen wir unsere Zimmer und fühlten uns sogleich wohl. Am nächsten Tag erkundeten wir Oxford mit unseren englischsprachigen Stadtführer. Wir besuchten dabei ein College, er führte uns an Orte, an denen die Filme von Harry Potter gedreht wurden und am Ende zeigte er uns den Weg zu den besten Shopping–Gelegenheiten. Im Anschluss schauten wir uns die Burg „Unlocked Castle“ an. Ein Burgfräulein führte uns durch die Festung und erzählte uns spannende Geschichten über die ehemaligen Bewohner. Danach durften wir zu unserer ersten Shoppingtour aufbrechen. Am Abend fanden sich alle mit ihren Einkäufen im Youth Hostel ein. Jeder freute sich nun auf das Abendbrot, welches uns eigentlich ganz gut geschmeckt hatte.

Am Mittwoch fuhren wir mit der Βahn nach London. Nach einer Themsefahrt, die uns einen kurzen Überblick über Londons Innenstadt geben sollten, gingen wir auf die Tower Bridge und anschließend retteten wir uns vor dem kurzen aber heftigen Regenschauer in ein kleines aber gemütliches englisches Restaurant. Gestärkt liefen wir zum British Museum und hatten dort eine Stunde Zeit, um uns ein paar von den zahlreichen Ausstellungsstücken anzusehen. Dann spazierten wir zum Covent Garden, wo wir zwei Stunden Zeit bekamen, um uns auszuruhen, shoppen zu gehen und vielleicht Souvenirs für unsere Lieben zu Hause zu kaufen. Vor der Westminster Abbey trafen wir die 9a und unsere Lehrer gingen noch einen gemeinsamen Kaffee trinken, während wir Zeit hatten, uns etwas Leckeres zum Abendbrot zu kaufen. Um 21.00 Uhr trafen wir endlich wieder in unserem derzeitigen zuhause ein.

Auch am Donnerstag erlebten wir so einiges. Als erstes besuchten wir das „Museum of History of Science“ und hatten anschließend ganz viel Zeit noch einmal allein durch Oxford zu streifen und die Shoppingläden zu plündern. Zufrieden kehrten wir in unsere Zimmer zurück. Dort mussten wir uns an eine weniger schöne Aufgabe heranwagen: Koffer packen. Unser letzter Tag kam viel zu schnell. Zügig packten wir unser letztes Frühstück ein und verstauten unsere Koffer in einem dafür vorgesehen Raum. Dann spazierten wir gemeinsam am Fluss in Oxford entlang. Im Anschluss hatten wir noch einmal Freizeit, die viele nutzten, um noch die letzten Mitbringsel für Familie und Freunde zu kaufen. Um halb eins fanden wir uns am Bus ein. Fröhlich stiegen wir ein, mit dem Wissen schon am Abend wieder zu Hause sein zu dürfen. Doch dann kam alles etwas anders als wir es uns erhofft hatten.

 If you´re late, we won´t wait! 

Man kann in 27 Stunden 2 mal alle 7 Harry-Potter Filme sehen oder 2 mal von Berlin nach New York und wieder zurück fliegen. Man kann aber auch 27 Stunden im Flughafen verbringen, irgendwo zwischen Coffeeshops und Duty-Free Läden. Schuld daran: das historische Motorfahrzeug, das durch die defekte Tür zwar für Durchzug, aber auch für Verspätung sorgte und uns somit 12 Minuten nach Check-in Schluss am Londoner Flughafen Gatwick absetzte. Trotz intensiver Diskussionen, durften wir uns auf eine lange Nacht an genanntem Flughafen freuen, obwohl unser eigentlicher Flug auf Grund von Verspätung für uns noch leicht erreichbar gewesen wäre. Nach tränenreichen Telefonaten nach Hause fanden sich die wackeren Helden, die sich für die Schülerschaft aufopferten und den Mädchen das Leben retteten (Zitat: „Wenn ich hier noch länger bleibe, sterbe ich!“). Durch eine strikte Umstellung des Ernährungsplanes (Sandwich, trockene Bagels und Verpflegung durch nicht genannte Fastfoodkette) und ein abwechslungsreiches Kulturprogramm (Wanderung zu oben genannter Fastfoodkette, Kasinoabend mit Lehrern, Odyssee zum Nordterminal) machten wir uns die folgenden 14 bzw. 27 Stunden erträglich. In Tränen aufgelöst, verabschiedeten wir unsere erste Gruppe um 4 Uhr morgens, bereit die verbleibenden 13 Stunden allein durchzustehen. Und tatsächlich… 16 Stunden und dutzende Kaffees später konnten auch die verbliebenen Gestrandeten wieder Fuß auf heimatliches Terrain setzen, kaputt und müde, aber glücklich.

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