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Sommerlager Moskau 2010

Geschrieben am 23. November 2010

Ich hätte nicht erwartet, dass es mir so gut in „Moskovia“ gefallen würde. 

An einem Ort hatte man die Möglichkeit, die ganze Welt kennen und lieben zu lernen. Jeder Mensch war individuell  und so verbrachten wir drei aufregende Wochen miteinander. Kom-munikationsprobleme kamen selten auf. Die meiste Zeit verständigte man sich selbstverständ-lich auf Russisch, denn das ist das, was alle gemeinsam hatten, doch konnte man ebenfalls aufs Englische zurückgreifen und, wenn nichts half, verwendete man die Zeichensprache. Im Endeffekt wusste jeder, was gemeint war.

Moskovia ist nicht eine Sommerschule im eigentlichen Sinne, denn es wird nicht nur auf die schulischen Leistungen Wert gelegt, man wird auch in künstlerischen Bereichen weitergebildet und betätigt sich sportlich. Aber das Wichtigste, was „Moskovia“ einem vermittelt, ist der respektvolle Umgang mit Menschen unterschiedlicher Art, denn auf engsten Raum treffen die verschiedensten Kulturen aufeinander.

Der Abschied fiel fürchterlich schwer und noch heute vermisst man die schöne Zeit mit wundervollen Menschen in einem facettenreichen Lager. Ich will die Erfahrung nicht missen.

Xenia

Im Sommer 2010 habe ich die Sommerschule Московия besucht und bin sehr glücklich über die Erfahrungen, die ich dort sammeln konnte. Ich habe dort sehr viele interessante Menschen aus aller Welt kennengelernt und konnte mich mit allen, trotz der kulturellen Unterschiede, sehr gut verstehen. Mit meinen besten Freunden aus Litauen, Ungarn, China, Turkmenistan, Indien und Russland habe ich immer noch regelmäßigen Kontakt.

Auch wenn das Eingewöhnen in eine völlig andere Kultur zunächst etwas schwer fällt, wird man recht schnell zu einer Gemeinschaft, oder wie mein отряд (es gab eine Gruppeneintei-lung in „отряды“) immer zu sagen pflegte: zu einer Familie.

Diese drei Wochen haben mich wirklich verändert: Ich bin reifer und noch weltoffener ge-worden. Meine Russichkenntnisse haben sich auch verbessert. Doch das Beste an diesem Fe-rienlager war die Atmosphäre und die Freundschaften, welche sich meiner Meinung nach mit nichts vergleichen lassen.

Unserer Schule bin ich für diese einzigartige Erfahrung sehr dankbar.

Anastasia

Mein dreiwöchiger Aufenthalt in dem Internationalen Sommerlager „МосковиЯ“ ist nun vorbei. Er wird mir immer in Erinnerung bleiben, denn es war einfach ein über-wältigendes Erlebnis. Jugendlichen aus 36 Ländern bin ich begegnet und alle waren unterschiedlich, doch eines verband uns alle – der Wille sich zu verständigen – meistens auf Russisch, doch auch auf Englisch oder in anderen Sprachen.

Ich war mit Jugendlichen aus Abchasien, Estland, Tschechien, den USA, Syrien, Li-tauen, China, Nordkorea, Russland, Ägypten und Ukraine. in einer Gruppe. Das heißt, wir waren ganz schön bunt zusammengewürfelt. Doch ich hatte nicht nur mit meiner Gruppe zu tun, sondern schloss auch Freundschaften mit Jugendlichen ande-rer Gruppen. Meine Lerngruppe und die Jugendlichen aus meinem Zimmer kamen wiederum aus anderen Ländern.

Es war toll, sich mit so vielen Menschen anderer Kultur, Geschichte, Religion und Sprache zu unterhalten. Ich habe erfahren, wie andere Nationen über Deutschland denken und bin froh, dass sich einige Ansichten nach diesem Aufenthalt in Moskau geändert haben. Z.B. habe ich jetzt einen Freund aus Polen, der davor sehr kritisch Deutschen gegenüber stand, doch am Ende des  Sommerlagers sagte er mir, dass er Deutsche jetzt anders betrachtet – besser.

Das Camp war insgesamt ein voller Erfolg. Wir hatten Spaß, wir haben gelernt, viel Sport getrieben, waren oft schwimmen, haben Shows mit unserer Gruppe vorbereitet oder sind in die Schule gegangen.

Abends – wurden oft Höhepunkte organisiert – Disco oder Auftritte oder einfach nur Freizeit.

Das Essen war Gewöhnungssache, aber reichlich. Es gab fünf Mahlzeiten. Die Leh-rer und unsere Betreuer dagegen hießen uns gleich herzlich willkommen.

Ich kann nur mit einem Lächeln an das Lager zurück denken, trotz des traurigen Ab-schieds von meinem Freunden. Ich bin so glücklich, dass ich mitfahren konnte, denn das ist ein Erlebnis fürs Leben und wird in dieser Form wahrscheinlich nie wieder vorkommen. Es war einfach eine tolle Zeit.

Amina


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